vs.
Lichtenrader BC


VfB Hermsdorf - Lichtenrader BC
Datum: 28.09.2014
Beginn: 12:15 Uhr
 
 
VfB Hermsdorf – Lichtenrader BC 3:3 (0:1)
 
LBC: Köhler, Marong, Panning, Friese, Bräuer (37. Reeck), Kluge (37. Konrad, 74. Fox), Wagner,  Silbernagel, Jakubowski, Grunzke, Gürsoy.
 
Ers.: Konrad, Reeck, Fox,
 
Tore: 0:1 (2.) Gürsoy, 1:1 (53.) Wittwer, 1:2 (58.) Wittwer, 2:2 (74.) Gürsoy, 3:2 (88.) Schenitzki, 3:3 (92.) Grunzke.
 
 
Spitzenspiel hielt was es versprach!
 
Bei schönen Sonnenwetter entwickelte sich zwischen beiden Mannschaften von Beginn an ein umkämpftes, rassiges Spiel mit einigen Nickeligkeiten. Den besseren Start erwischte der LBC. Nach dem Anpfiff geht dann alles erstaunlich schnell: alle sortieren sich an ihren Platz, der Ball rollt. Doch kaum trauten sich die Hermsdorfer in die gegnerische Hälfte, wurden sie von den Gästen aus Lichtenrade über drei Stationen ausgekontert: Jakubowski sah Grunzke auf dem rechten Flügel. Der suchte im Strafraumzentrum Gürsoy, der in der 2. Min. aus zehn Metern klasse mit Direktabnahme zum überraschenden 0:1 einschoss. Dieses Tor war von der Entstehung bis zum Abschluss ein wahres Bilderbuchtor. Die Gastgeber wirkten durch den frühen Rückstand etwas verunsichert und brauchten ein paar Minuten um richtig ins Spiel zu finden. Der LBC, mit der Gewissheit, dass man den Platz unabhängig vom Spielergebnis nicht als Verlierer verlassen würde, da man ja schon einen tollen Saisonstart hinlegte. Der Gegner wurde permanent aggressiv und früh angelaufen und man gestaltete maßgeblich das Spiel. Eine Flanke von links sorgte für reichlich Verwirrung im VfB-Strafraum, die aber noch abgewehrt werden konnte. Als Silbernagel dann aber aus dem Rückraum aus fünf Metern mit voller Wucht das 0:2 (15.) erzielte, war die Freude groß beim LBC. Leider hatte man die Rechnung ohne Schiedsrichter Gohlke gemacht, der das Tor, aus welchen Gründen auch immer, nicht gab.  Da Silbernagel aus dem Rückraum kam und nicht im Abseits stand, war dies natürlich eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters und Glück für die Gastgeber. Nach einem rüden Foul im Mittelfeld von Jakubowski kochten die Emotionen dann so richtig hoch und es kam zur Rudelbildung, Schiri Gohlke hatte alle Hände voll zu tun, um die Situation zu beruhigen. Nachdem dies dann geschehen war, entwickelte sich ein munteres Auf und Ab. Beide Teams zeigten guten Fußball mit schönen Spielzügen und lieferten sich ein ausgeglichenes Spiel. Torszenen waren auf beiden Seiten vorhanden, wurden jedoch von den beiden guten Torhütern entschärft. Nach dem Wechsel wendete sich das Spiel komplett. VfB-Torjäger Wittwer drehte in kürzester Zeit mit zwei blitzsauberen Toren (53. und 58.) das Spiel im Alleingang. Die Hermsdorfer spielten jetzt richtig auf und waren permanent am Drücker. Mit laufender Spieldauer ließ immer mehr die Kraft beim LBC nach und die Abstände zu den Gegenspielern wurden immer größer, da diesmal alle auch in der Defensive am Spiel teilnahmen, bekamen die LBCer fast immer noch einen Fuß oder ein Bein dazwischen. Mit einem ihrer wenigen Angriffe kamen die Gäste überraschend zum 2:2 (74.) Ausgleich. Zunächst konnte der VfB-Keeper den Schuss von Wagner zwar noch parieren, war aber beim Nachschuss von Gürsoy chancenlos. Auch nach dem Ausgleichstreffer war der VfB Hermsdorf die spielbestimmende Mannschaft, die auch im weiteren Verlauf der Partie gefährlich vor das Tor der Gäste kamen. Nach einer Ecke war es dann Schenitzki der mit einem Schuss von der Strafraumgrenze das 3:2 (88.) für die Gastgeber erzielte. Um die Zeit rum zu bekommen waren die letzten Minuten von Auswechslungen des VfB Hermsdorf bestimmt, was den LBC aber auch Zeit zum Durchatmen brachte. Als dann VfB-Torjäger Wittwer ohne den Ball erreichen zu können, Friese von hinten in die Beine grätsche, muss wohl Schiedsrichter Gohlke schon sein Mittagsschlaf eingelegt haben. Dafür war erstmals im gesamten Spiel VfB-Trainer Voigt „muxmäuschenstill“. Den letzten Angriff des Spiels setzte allerdings noch einmal der Ex-Meister Lichtenrader BC.  In der Nachspielzeit sorgte dann Grunzke in letzter Sekunde für den umjubelten goldenen Treffer zum 3:3 Ausgleich (92.): Eingeleitet von Silbernagel bediente diesmal Gürsoy mustergültig Grunzke in dem Lauf, der dann gekonnt aus spitzen Winkel einnetzte. Mit dem Tor endete die Partie, womit der LBC am Ende einen wichtigen Punkt glücklich aber nicht unverdient einfahren konnte. 
 
Fazit: "Einzelne Spieler wie Friese und Gürsoy können herausragen, aber nur eine geschlossene Mannschaftsleistung führt zu einem Erfolg wie diesem!". Damit bleibt der LBC im fünften Spiel in Folge ungeschlagen.
 
Schiedsrichter: Schiedsrichter Manfred Gohlke leitete schwach und lag bei entscheidenden Situationen daneben.