Lichtenrader BC vs.


Lichtenrader BC - FC Viktoria 89
Datum: 03.09.2014
Sportplatz: Halker Zeile 151
12305 Berlin
Beginn: 19:30 Uhr
 
 
Lichtenrader BC – FC Viktoria 89 3:2 (1:1)
 
LBC: Radünz, Krmpotic, Panning, Friese, Marong, Wagner, Kluge, Jakubowski, Preißer (76. Konrad), Grunzke (83. Bäumker), Gürsoy.

Ers.: Bäumker, Konrad
 
Tore: 1:0 (14.) Gürsoy, 1:1 (30.) Tokan, 2:1 (72.) Gürsoy, 3:1 (77.) Jakubowski, 3:2 (88.) Aimufua
 
 
LIchtenrader BC besiegt den Berliner Meister
 
Trainer Witte musste kurzfristig verletzungsbedingt auf Schumann verzichten und  Bräuer fehlte arbeitsbedingt. Das hat sich der Meister sicher anders vorgestellt. Im Nachholspiel verliert der FC Viktoria 89 überraschend mit 3:2 beim Vorjahres-Siebten aus Lichtenrade. Das Derby brachte so viel Spannung wie gehofft und war größtenteils Werbung für den Altliga-Fußball, den beide Teams in spannenden 90 Minuten geboten haben.  Der LBC begann äußerst druckvoll und giftig, allen voran Mannschaftskapitän Jakubowski, der seine Mannen vorbildlich führte, immer wieder zu Höchstleistungen antrieb. Die Gäste waren beeindruckt. Weil über das gewohnte Kurzpassspiel nur wenig lief, versuchten sich die Tempelhofer bald in langen Bällen – auf Tokan. Der war aber in sicheren Händen bei Panning. Auch Viktorias-Angreifer Wendl wurde von Friese ausgeschaltet und zum Statisten verurteilt. Auf der anderen Seite machte es LBC-Torjäger Gürsoy besser, war immer brandgefährlich, beweglich und aggressiv und konnte von Aimufua nur per Foul gestoppt werden. Durch einen schnell vorgetragenen Angriff über Jakubowski konnte Grunzke nach schönen Solo Gürsoy im Strafraum mustergültig anspielen, der blitzschnell zum 1:0 für den LBC einschoss (14.). Minuten zuvor hätte Gürsoy schon per Heber über den Gästetorwart das 1:0 erzielen können. Die Gäste blieben im Spielaufbau steht‘s gefährlich waren aber im Abschluss zu unkonzentriert oder sind oft an der vielbeinigen Abwehr und letztendlich am guten Torwart Radünz gescheitert. Schiedsrichter Scheffczyk konnten sich dem Spielniveau beider Teams leider nicht anpassen und wurde zusehends schlechtester Akteur auf dem Platz. Es wird wohl immer ein Geheimnis bleiben warum Herr Scheffczyk nicht auf Elfmeter entschieden hat, als Gürsoy im Strafraum von Aimufua im Zweikampf umgestoßen wurde. Doch dann nutzten die Tempelhofer einen Blackout der LBC-Abwehr und gleichten doch etwas überraschend durch Tokan zum 1:1 (30.) aus. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel intensiver. Beide Mannschaften waren hoch motiviert bis in die Haarspitzen, was man bei den Zweikämpfen "um jeden Ball" spüren konnte. Nur Schiedsrichter Scheffczyk war deutlich überfordert und konnte nicht mehr mithalten und zog sich immer mehr den Ärger beider Mannschaften auf sich. Auf „Ballhöhe“ war wohl für ihn ein Fremdwort. Die Lichtenrader zeigten sich im Laufe des Spiels effektiver: Erst traf erneut Gürsoy zum verdienten 2:1 (72.), dann  Jakubowski nach schönen Alleingang zur 3:1-Führung. Der FC Viktoria drückte jetzt enorm, scheiterte aber ein ums andere Mal an der starken LBC-Abwehr. Die Gastgeber mussten in den letzten Minuten dennoch den 3:2-Anschlussstreffer hinnehmen. Eine Ecke wurde kurz getreten und in der Verwirrung im Strafraum landete der Ball nach mehreren Abprallern durch Aimufua im Netz (88.). Mehr war heute nicht drin für den Berliner Meister.

Fazit: Durch eine starke geschlossene Mannschaftsleistung des LBC, konnte man am heutigen Tage das wichtige Spiel für sich entscheiden. Bestnoten verdienten sich Panning und Friese. „Ich bin mächtig stolz auf die Jungs“, bekannte sich LBC-Trainer Witte nach dem Spiel.
 
Schiedsrichter: Beide Mannschaften bescheinigen Schiedsrichter Rainer Scheffczyk eine äußerst schlechte Leistung. Zu empfehlen wäre, etwas an der Fitness zu arbeiten, dann wäre er auch näher am Geschehen und müsste nicht alles aus der Ferne entscheiden.