AOK Pokal-Achtelfinale

Lichtenrader BC
vs.

Lichtenrader BC - FC Stern Marienfelde
Datum: 16.11.2013
Sportplatz: Halker Zeile 151, 12305 Berlin
Beginn: 14:00 Uhr


Lichtenrader BC - FC Stern Marienfelde 4:3 (3:1)


LBC: Radeck, Krmpotic, Schumann, Friese, Marong, Hecker, Wagner, Krüger, Grunzke, Gürsoy, Bäumker.

Ers.: Schmidt, Walter, Breuer

Tore: 0:1 (5.) Kaatz, HE, 1:1 (10.) Grunzke, 2:1 (25.) Bäumker, 3:1 (35.) Pfundt, 3:2 (60.) Drache, 3:3 (75.) Neugebauer, 4:3 (85.) Gürsoy.



Unsportlich war an diesem Nachmittag nur der Schiedsrichter!
 
Nicht viel hat beim LBC gefehlt, um sich im AOK Pokal zu blamieren. Mühsam siegte man gegen FC Stern Mariefelde 4:3.
 
Im Achtelfinale hatte der Verbandsligist und dreifache Pokalsieger am Samstag gegen die eine Klassen tiefer spielenden Marienfelder große Probleme, seiner Favoritenrolle gerecht zu werden. Dass es am Ende doch zum glücklichen 4:3-Sieg reichte, hatte man wieder einmal dem Torjägerinstinkt von Ozkan Gürsoy zu verdanken. In die Karten spielte den Gästen natürlich auch der frühe Führungstreffer. Keiner konnte es so richtig nachvollziehen und zur Überraschung aller Beteiligten zeigte Schiedsrichter Azouna auf den Elfmeterpunkt. Merkwürdig war nur das alle weiterspielten und keiner reklamierte. Der Schiedsrichter hatte auf Handspiel entschieden???? Den fälligen Elfmeter schoss Kaatz souverän ein. 
Doch der Gastgeber war nach diesem frühen Rückstand keinesfalls geschockt und versuchte seinerseits nach vorne zu spielen. So war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann der Ausgleich fällt. Grunzke war es dann in der 10. Min. der die schöne Vorarbeit von Gürsoy zum verdienten 1:1 Ausgleich einschoss. Je länger das Spiel lief, desto mehr Oberwasser bekam der LBC, der fortan auch die bessere Mannschaft war. Die Marienfelder Angriffsbemühungen waren geprägt von vielen Fehlpässen, schlechtem Spiel über die Seiten und dadurch nur wenig konkrete Abschlussmöglichkeiten. In der 25. Spielminute ging schließlich der Gastgeber durch Bäumker mit 2:1 in Front. Leider nahm in der Folgezeit der Schiedsrichter immer mehr Einfluss auf das Spiel und brachte mit kuriose Entscheidungen und unnötige gelbe Karten sehr viel Hektik und Unruhe in die faire Partie. Immer mehr Beschwerden von beiden Mannschaften waren das Endergebnis dafür. In der 35. Minute konnte der LBC nach einem Eckball auf 3:1 erhöhen, als Pfundt vom kurzen Pfosten erfolgreich war. Danach passierte nichts mehr, so ging man mit nur einem zwei Tore Vorsprung in die Pause! Doch was in der zweiten Halbzeit abging, das muss man gesehen haben und sorgte noch Stunden nach dem Spiel für Gesprächsstoff. Warum der LBC es nicht mehr schaffte das Spiel wie in der Anfangsphase offen zu gestalten, kann sich wohl niemand richtig erklären!? Man ließ plötzlich alles vermissen was dem Spiel in der ersten Spielhälfte so viel Sicherheit gegeben hatte. Es wurde kaum mehr konsequent hinten heraus gerückt und man ließ dem Gegner zu viel Raum zum kombinieren, da die Abstände zwischen Defensive und Offensive einfach zu groß waren. Die Gastgeber hatten die Partie voll aus der Hand gegeben, die Gäste aus Marienfelde nun drückend überlegen. Der LBC „bettelte“ quasi um ein Gegentor, welches in der 60. Minute dann auch durch Drache fallen sollte. War man in der ersten Spielhälfte Ziemlich erstaunt von der schlechten Leistung des Schiedsrichters, ahnte noch keiner dass es in der 2. Halbzeit noch schlimmer werden würde, denn nun lief der Schiedsrichter zur absoluten Hochform auf. Beide Mannschaften waren bemüht Fußball zu spielen, doch der einzige Störfaktor im Spiel war der Schiedsrichter. Von Beginn an pfiff er völlig unsinnig auf beiden Seiten. Er brachte in einem ausgesprochen fairen Spiel die Gemüter beider Teams immer wieder zum Kochen. Dadurch kam unnötige Hektik auf, die er dann nicht mehr beherrschte. Mit gelben Karten für harmlose Aktionen goss er immer wieder neu Öl ins Feuer. Man hat sich an der Seitenlinie gewundert über manche Entscheidungen. Es war teilweise nur Kopfschütteln und Gelächter der Zuschauer vorhanden. Das hatte das Spiel absolut nicht verdient. Der LBC bekam das Spiel nicht mehr unter Kontrolle und die Gäste hatten weiterhin das Kommando und drückten auf den Ausgleich. Als dann Pfundt in der 75. Min. im Strafraum den Ball nicht klärt und vertändelte, war es dann Neugebauer der danke sagte und zum viel umjubelten 3:3 Ausgleich traf. Als Marienfelde einen Sekundenschlaf einlegte, war es Gürsoy schließlich vorbehalten, mit einem schnellen Gegenstoß in der 85. Min. den umjubelten und wichtigen Siegtreffer zu erzielen.
 
Fazit zur LBC Leistung: "Man ist einfach nur sprachlos."
 
Fazit zum Schiedsrichter:  Herr Mohamed Azouna, was war das?

Ich bin ganz klar der Meinung, dass sich ein Schiedsrichter nicht alles gefallen lassen muss. Nach über 40 Jahren im aktiven Fußballsport weiß ich nur zu gut, was sich so mancher Schiedsrichter auf den Sportplätzen anhören muss. Da braucht man ein dickes Fell und das verdient Respekt.

Allerdings war ein unpassendes Verhalten auf dem Sportplatz Halker Zeile am letzten Samstag beim Pokalspiel des Lichtenrader BC und FC Stern Marienfelde nicht ansatzweise erkennbar, noch wurde auf dem Spielfeld überhart gespielt oder gemeckert. Sicherlich, es blieben nicht alle Schiedsrichterentscheidungen unkommentiert, aber Mohamed Azouna wurde in keinster Weise persönlich angegangen oder gar beleidigt. Dieses Pokalspiel würde jeder Fußballer als normal und unauffällig beurteilen, da waren sich die Zuschauer und die Spieler von Lichtenrade und Marienfelde einig. Völlig ungläubig und ratlos standen beide Mannschaften nach dem kommentarlosen Abgang von Mohamed Azouna auf dem Spielfeld. Nur ein heimlich gekritzeltes Statement hat er auf dem Spielbericht hinterlassen: Und weg war er. Man muss sich doch ernsthaft fragen, wann dieser Unparteiische das letzte Mal von einem Obmann beobachtet wurde!?