AOK Pokal Halbfinale



Lichtenrader BC
vs.


Lichtenrader BC - SV Blau Weiss Berlin
Datum: 12.04.2014
Sportplatz: Halker Zeile 151, 12305 Berlin
Beginn: 14:00 Uhr

Lichtenrader BC – SV Blau Weiss Berlin 0:2 (0:0)
 
LBC: Radünz, Krmpotic, Panning, Konrad, Friese, Marong, Kluge (65. Hecker), Wagner (72. Krüger), Preißer (46. Pfundt), Grunzke (80. Bäumker), Gürsoy.
 
Ers.: Reeck, Hecker, Krüger, Bäumker, Pfundt
 
 
Tore: 0:1 (47.) Konrad (ET), 0:2 (68.) Gebhardt
 
 
Überraschung in Lichtenrade blieb aus !
 
Die Überraschung ist ausgeblieben. Der hohe Favorit hat sich durchgesetzt. Im Verbandsliga-Duell musste der Lichtenrader BC sich dem SV Blau Weiss Berlin geschlagen geben und verpassten damit den Sprung ins Pokalfinale. Allerdings leisteten die Lichtenrader dem Team aus Mariendorf lange Zeit erheblichen Widerstand. Ein Klassenunterschied zwischen den mit diversen Ex-Profis finanziell aufgeblähten Kader der Blau-Weissen und dem größtenteils seit einigen Jahren zusammen spielende Mannschaft des LBC, ließ sich nicht ausmachen.
Der LBC musste auf einige Leistungsträger wie Jakubowski, Walter, Schumann (alle verletzungsbedingt) und Silbernagel (Urlaub) verzichten. Gleichwohl hatte Trainer Peter Kaehlitz im Vorfeld unmissverständlich gefordert, "Wir müssen konzentriert zu Werke gehen und Druck ausüben." Gesagt, getan.  Das gelang dem LBC sehr gut, die gegen den aktuell Tabellendritten (!?) der Verbandsliga kaum Tormöglichkeiten zuließen. Die Defensive mit Friese gegen Gebhardt (früher 2. BL 1. FC Union), Panning gegen Lau (früher Babelsberg 03) hatten Ihre Gegenspieler gut im Griff und Konrad meldete BW-Torjäger Reimelt fast komplett ab. In der Offensive konnte der LBC mit Gürsoy und Grunzke zwei drei Akzente setzen, was ohne Probleme für BW-Keeper Senja (früher 2. BL Hertha BSC) blieb. Danach fanden jedoch die Gäste zunehmend besser ins Spiel und spielen ihrerseits einige gute Chancen heraus. LBC-Keeper Radünz bewahrt sein Team aber gleich zweimal mit Glanzparaden vor einem Rückstand. Ein wenig Aufregung gab es, als Torwart Radünz einen Freistoß nicht festhalten konnte und Lau den Abpraller im Netz versenkte, der Linienrichter aber auf Abseits entschied. So ging man mit einem 0:0 in die Pause. Zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff nahm das Spiel eine unglückliche Wende. Als der LBC den Ball in der Vorwärtsbewegung verlor und von den Mittelfeldakteuren keiner energisch nachsetzte, konnte Blau-Weiss von rechts vor das LBC-Tor flanken, wo Konrad im Laufduell den Ball vor dem einschussbereiten Reimelt rettete und dabei unglücklich den Ball mit Hand und Bauch ins eigene Tor zum 0:1 bugsierte (47.). Jetzt hieß es für den LBC sich wieder aufzubäumen und ins eigene Spiel zurück zu finden. Blauweiß war nun im Spiel und baute zunehmend Druck auf die Gästeabwehr auf, die aber weiterhin stabil blieb. Waren jetzt die Blauweissen gegen den LBC die klar spielbestimmende Mannschaft, waren die Hausherren um Kontrolle bemüht. Sobald bald aber die Lichtenrader zusammen Fußball spielten wurde es gefährlich nur leider machte man dies viel zu wenig. Mit weiten, planlosen Bällen versuchte man sich noch Chance zu erarbeiten aber gegen die baumlangen Verteidiger war dies für Gürsoy heute enorm schwierig, da auch Grunzke kaum für Unterstützung sorgte und diesmal blass blieb. Als dann Gebhardt schön frei gespielt wurde und ungestört durch Mittelfeld und Abwehr spazieren konnte, nahm dieser das Geschenk an und erzielte sicher das 0:2 für Blau-Weiss (68.). Der LBC bäumte sich noch mal auf, aber die Angriffe waren zu harmlos. Die größte Chance zum Anschlusstreffer vergibt indes der nach der Pause eingewechselte Pfundt, als er eine Hereingabe frei in die Wolken setzte (85.). So blieb es beim aus Lichtenrader Sicht etwas unglücklichen, aber keineswegs unverdienten 0:2 für den SV Blau Weiss.
 
Fazit: Insgesamt eine sehr geschlossene, beachtliche Mannschaftsleistung,
die am Ende nicht belohnt wurde. Kompliment an die Mannschaft, die mit Leidenschaft und Kampfgeist gefeitet hat.
 
Schiedsrichter: Schiedsrichter Reichel und seine Assistenten hatten in der fairen Partie keine Probleme und leiteten souverän. Schiedsrichter Reichel war immer auf Ballhöhe, zeigte Fingerspitzengefühl und ließ auch mal die Gelbe Karte stecken.