Lichtenrader BC
vs.


Lichtenrader BC - SSC Teutonia
Datum: 02.11.2013
Sportplatz: Halker Zeile 151, 12305 Berlin
Beginn: 14:00 Uhr


Lichtenrader BC - SSC Teutonia 4:2 (1:2)

LBC: Zaake, Krmpotic, Panning, Schumann, Schmidt (75. Silbernagel), Hecker, Wagner (46. Fox), Herm, Grunzke, Gürsoy, Bäumker (70. Breuer).

Ers.: Fox, Breuer, Silbernagel


Einer für alle - alle für einen! - Bäumker mit einem Traumtor!
 
 
Nach der katastrophalen Leistung beim VfB Ein. zu Pankow stand - wie in dieser Saison leider schon üblich nach Auswärtsspielen - Wiedergutmachung auf dem Programm der Schwarz-Weißen. Die personelle Situation war im Vorfeld des Spiels jedoch besorgniserregend:
 
Trainer Peter Kaehlitz musste auf eine komplette Mannschaft verzichten, wodurch der Einsatz einiger angeschlagener Spieler notwendig wurde. So mussten Breuer und Silbernagel auf die Zähne beißen, obwohl bei den beiden genannten ein Einsatz aus gesundheitlicher Sicht alles andere als ratsam war. Dazu hat sich Eugen Fox aus der Ü50 Dankenderweise sofort bereit erklärt auszuhelfen. Trotz dieser ungünstigen Vorzeichen ging der LBC sehr konzentriert ins Spiel und war darauf bedacht, die taktischen Vorgaben des Trainers auch einmal länger als nur 20 Minuten umzusetzen, was an diesem Nachmittag eigentlich so richtig wieder nicht gelang! So musste man wieder einmal früh ein 0:1 hinterher rennen. Jakoba wurde in der 6. Min., nach eklatantem Stellungsfehler in der LBC Abwehr, schön angespielt und konnte zur 0:1 Führung für Teutonia einschießen. Aber die Freude der Spandauer währte allerdings nicht lange. 3 Minuten später konnten die Gastgeber durch Gürsoy ausgleichen. Nach schönem Anspiel im Strafraum tanzte dieser gleich 2 Gegenspieler aus und schloss dann zum 1:1 Ausgleich ab. Aber der Ausgleich brachte keine Sicherheit ins LBC Spiel. Immer wieder taten sich zwischen der Abwehr und dem defensiven Mittelfeld so große Lücken auf, dass die Teutonia-Angreifer genug Zeit zur Ballan- und -mitnahme hatten, was wiederholt zu gefährlichen Torchancen führte. In dieser Phase müssen sich die Gäste aus Spandau ankreiden lassen, dass sie den Sack bei einigen sich bietenden Kontern nicht zumachten. Die Kaehlitz- Elf spielte keine klaren Pässe mehr, und glänzte mit einer hohen Fehlpassquote. In der 35. Minute war es dann aber doch soweit: ein abgeblockter Ball wurde zwar zunächst noch von Zaacke geklärt, fiel dann allerdings direkt Jakoba vor die Füße, der sich nicht zweimal bitten ließ und zum 1:2-Führungstreffer für Teutonia ins Tor vollendete. Nach dem Seitenwechsel spielte der SSC Teutonia weiter druckvoll nach Vorne. Die Gastgeber waren bemüht, das Spiel des SSC zu unterbinden, nach vorne selbst war der LBC zwar bemüht aber ohne Durchschlag. Immer wieder wurde der Spielfluss der Lichtenrader durch viele kleine Fouls und Nicklichkeiten im Mittelfeld unterbrochen, wo besonders der Spandauer Zaczek auffiel. Als dann SSC Torwart Hesse einen Ausflug an der Außenlinie machte, nutzte Bäumker dies mit einem Kunststoß von der Grundlinie (fast schon an der Eckefahne) zum überraschenden Ausgleich. Mit etwas Glück prallte der Ball in der 60. Min. von Innenpfosten zum 2:2 ins Tor. Der LBC hatte durch den Treffer anscheinend Überwasser bekommen und man merkte förmlich, wie das Spiel plötzlich kippte. Die Einwechslung von Breuer im Sturm und Silbernagel im Mittelfeld brachte noch einmal frischen Wind in den LBC-Sturm. Durch den unermüdlichen Einsatz der gesamten Mannschaft kam es wie es kommen musste. Breuer war es dann, der den Führungstreffer auf dem Fuß hatte, aber leider durch die Mitte kommend knapp links am Tor vorbei zielte. Hierdurch bekam das LBC-Spiel mehr Sicherheit und wiederum Gürsoy blieb es vorbehalten, mit einem feinen Kopfball den Führungstreffer zu erzielen. Nach einer scharfen Flanke von der rechten Seite setzte sich Gürsoy im Kopfballduell durch und platzierte im Stile eines Torjägers in der 73. Min. den Ball zur umjubelten 3:2 Führung ins Tor. Jetzt war der Bann gebrochen, aber Teutonia versuchte nun noch einmal alles, um in den letzten Minuten doch noch den Ausgleich zu erzielen, doch beim Gastgeber lief es jetzt. Die endgültige Entscheidung fiel schließlich in der 90. Min., als Breuer im Strafraum freigespielt wurde und unhaltbar zum 4:2 Endstand einschoss.
 
Fazit: Na, also geht doch. Der Lichtenrader BC hat es im 9. Anlauf geschafft und endlich den ersehnten ersten Sieg gelandet. Es war bestimmt nicht alles gut in diesem Spiel aber die Moral und der Siegeswille war enorm. Zweimal den Rückstand hin zu nehmen und trotzdem wieder zu kommen .. das ist die LBC Elf wie sie jeder sehen will, das sollte der Truppe von Coach Peter Kaehlitz Mut machen für die nächsten Aufgaben. Gegen Rudow müssen wir genau diesen Siegeswille zeigen und 100 % Konzentration an den Tag legen.

Eine einwandfreie Leistung kann man auch Schiedsrichter Dieter Reichel bescheinigen. Ohne Arroganz, ohne hollywoodreife Showeinlagen, dafür aber immer auf Ballhöhe und sicher in der Regelauslegung. Es wäre wünschenswert, wenn die Sportkameraden Burdajewicz und Wutke hier einmal in die Lehrer gehen würden.