Lichtenrader BC
vs.
Lichtenrader BC - SSV Köpenick-Oberspree
Datum: 24.11.2012
Sportplatz: Halker Zeile 151, 12305 Berlin
Beginn: 15:00 Uhr


Lichtenrader BC - SSV Köpenick-Oberspree 0:2 (0:0)

LBC: Radünz, Marong, Panning, Konrad, Schumann, Walter, Schmidt (60. Reeck), Kluge, Jakubowski, Silbernage (70. Utz), Wendl.

Ersatz: Utz, Reeck

Tore: 0:1 (70.) Haberecht, 0:2 (87.) Hartung.


Gutes Spiel trotz Niederlage
Auch wenn der Kader recht groß erscheint, hatte Trainer Utz alle Mühe 11 Mann an Bord zu bekommen. Aus unterschiedlichen Gründen fehlten einige Akteure und dazu kamen noch eine Reihe von Verletzten. Dem stark geschwächtem Kader geschuldet musste man das System umstellen und Trainer Utz musste selbst das Trikot überziehen. Nach der Niederlage gegen Blau Weiss war Wiedergutmachung angesagt, vor allem wurden die Spieler an Disziplin und Einstellung erinnert. In einer kampfbetonten Partie, kam der Lichtenrader BC schwer ins Spiel. Es dauerte bis zur 10.Min. ehe man ins Spiel fand. Das man allerdings ausgerechnet in dieser Partie gleich 8 Stammkräfte ersetzen musste, machte den LBC schon fast zum Außenseiter, zumal Köpenick in Bestbesetzung antreten konnte. Beide Mannschaften gingen von Anfang an ein relativ hohes Tempo und schenkten sich nichts, so entwickelte sich ein durchaus interessantes Spiel. Torchancen blieben aber Mangelware, weil sich beide Teams irgendwie neutralisierten. Nach etwa 20 Spielminuten hatten die Gäste zumindest optisch mehr vom Spiel, aber nach vorne fehlte die letzte Konsequenz. Hauptgrund auch dafür war zum einen, dass sich der LBC zu langsam aus der Abwehr löste und zum anderen, dass die Zahl der unnötigen Ballverluste im Mittelfeld bedeutend zu hoch war. So deutete alles auf ein 0:0 zur Pause hin. Keine Freunde in beiden Lagern machte sich Schiedsrichter Klein, der mit seiner sonderbar-eigenwilligen Spielauslegung mit dafür sorgte, dass aus einer intensiven Partie eine teilweise überharte wurde. Mangelnder Neutralität war er allerdings unverdächtig, pfiff er doch beidseitig schwach. Nach dem Seitenwechsel machte sich dann allerdings schnell die personelle Not der Gastgeber bemerkbar. Zu allem Übel verletzte sich Wendl noch vor der Pause, spielte aber weiter und hielt großartig durch. In der zweiten Halbzeit bekam der LBC das Spiel besser in den Griff, die Mannschaft spielte engagiert, konnte aber leider nicht das erhoffte Erfolgserlebnis erzielen. Die Gäste, die sich nun auf Konter verlagerten, scheiterten bei Ihren gefährlichen Angriffsbemühungen des Öfteren an der LBC Abwehr oder am Keeper Radünz. Auch Schiedsrichter Klein pfiff sich wieder - wie übrigens recht häufig in dieser Partie - in den Mittelpunkt. Er wirkt durch seine Gestik und Körpersprache immer sehr theatralisch mit einem Hang zur Arroganz und brachte da durch weiter Unruhe und Härte in Spiel. Nach einer Standartsituation in der 70. Min. war die Defensive der Lichtenrader nicht aufmerksam genug und ließ die Köpenicker zu leicht im Strafraum per Kopf gewähren. So stand es 0:1, was zu diesem Zeitpunkt sehr ärgerlich und eigentlich aus dem „Nichts“ entstand. Nun musste man die Taktik wieder umstellen, um etwas offensiver zu agieren. Durch diesen Gegentreffer ließ sich der LBC nicht aus dem Konzept bringen und brachte, immer wieder angetrieben vom Mannschaftsführer Marong, durch gute Zuspiele in die Spitze das Gästetor in Gefahr. Silbernagel hatte die größte Chance vor dem Tor, konnte diese aber im Strafraum nicht nutzen. Der Lichtenrader BC setzte nun alles auf eine Karte. Mit Powerplay erarbeiteten sie sich einige vielversprechende Offensivaktionen, welche aber entweder nicht konsequent zu Ende gespielt oder durch die vielbeinige SSV-Abwehr letztlich unterbunden wurden. Dabei lief man jedoch in einen weiteren Konter der Köpenicker, der in 87. Min. eiskalt zum 0:2 Endstand verwandelt wurde.

Fazit: Der LBC hat heute ein gutes Spiel abgeliefert, hat die Zweikämpfe, gegen eine robuste Mannschaft, angenommen und gut nach vorne gespielt. Trotz einiger, personeller Engpässe, war es eine geschlossene Mannschaftsleistung. Diese bittere vermeidbare Niederlage wird die Mannschaft des LBC nicht umhauen, aber wenn man hart arbeitet und als Team auftritt, dann stellt sich der Erfolg auch wieder ein.