vs. Lichtenrader BC
 
BFC Viktoria 89 - Lichtenrader BC
Datum: 11.11.2012
Beginn: 10:45 Uhr


BFC Viktoria 89 - Lichtenrader BC 2:2 (0:2)

LBC: Radünz, Marong, Panning, Schumann, Walter, Wagner, Schmidt (78. Preisser), Pfundt (80. Heidler), Kluge, Jakubowski, Wendl.

Ersatz: Utz, Heidler, Preisser

Tore: 0:1 (21.) Jakubowski (HE), 0:2 (36.) Jakubowski, 1:2 (64.) Viktoria,
2:2 (90.) Viktoria.

Den Anschluss verpasst!



Schon im Vorhinein musste Trainer Utz auf sechs (!) Stammspieler verzichten und die Mannschaft umbauen, da Grunzke, Konrad, Silbernagel, Krmpotic, Reeck und Piegsa durch Krankheit und Verletzung fehlten. Nach der Niederlage des Tabellenführers SSV Köpenick-Oberspree am Vortag bei Teutonia war die Marschroute für den LBC Klar. Mit einem Sieg könnten sich die Lichtenrader noch näher an die Tabellenspitze heranschieben. Es brauchte keine Eingewöhnungszeit. Beide Teams präsentierten sich sehr offensiv in der Anfangsphase dieser Begegnung, ohne das sich keine der beiden Mannschaften voneinander absetzen konnte. In der ersten Spielhälfte war Jakubowski der überragende Mann im Spiel des LBC. Er trieb seine Mannschaft immer wieder an und war selbst überall zu finden. Viktoria ließ zwar gekonnt den Ball laufen, aber konnten nicht wirklich gefährlich nach vorne agieren. Immer wieder war die Lichtenrader Defensive im entscheidenden Moment vor den Stürmern am Ball. Das fair geführte Spiel nahm seine Wende als Viktorias letzter Mann im Strafraum einen an sich harmlosen langen Ball nicht sicher annehmen konnte und dieser ihn unglücklich an die Hand sprang und Schiedsrichter Lange sofort auf den Punkt zeigte. In der 21. Min. war es dann Jakubowski der das Geschenk an nahm und sicher zur 0:1 Führung einschoss. Die Gastgeber waren sichtbar geschockt, die Angriffe wurden weniger, man war damit bemüht mehr Sicherheit in die Defensivarbeit zu bekommen. Trotz sehr vieler Stockfehler und ungenauen Pässe kontrollierte Lichtenrader jetzt die Partie, doch die spielerisch gut heraus gespielten Chancen führten einfach nicht zum Erfolg. Es war zum Haare raufen, als Wendl in der 30. Min. aus Nahdistanz alleine vor dem Tor per Kopf nicht verwandelte. Als Viktoria in der Rückwärtsbewegung war, nahm sich Jakubowski in der 36. Min. ein Herz und zog aus gut 25 Metern ab. Der Keeper von Viktoria kam zwar noch mit den Fingerspitzen an das Leder, aber er konnte die 0:2 Führung der Lichtenrader nicht verhindern. Die Tempelhofer waren nun total aus dem Rhythmus gekommen. In der 40. Min. war es erneut Wendl, der nach einem Freistoß von Jakubowski, für eine kleine Vornetscheidung hätte sorgen können, aber nur per Kopf die Latte traf. Nach der Pause das gleiche Bild: Der LBC dominierte die Partie, belohnte sich aber nicht. In der 50. Min. was es diesmal Wagner der nach Doppelpass mit Kluge alleine vor dem Torwart den Ball nicht ins Tor bekam.  Neun Minuten später konnte Wendl im Strafraum nur noch durch ein Foul gestoppt werden nur dieses mal verweigerte Schiedsrichter Lange den fälligen Elfmeterpfiff. Mit zunehmender Spieldauer schwand jede Konzentration, einfachste Bälle kamen bei Viktoria nicht mehr beim Mitspieler an. Als der LBC zeitweise zu weit weg vom Gegner stand, fiel dann eher aus dem Nichts in der 64. Min. der 1:2 Anschlusstreffer der Gastgebern, was den LBC sichtlich schockte.  Ähnlich wie beim 0:2 von Jakubowski, konnte hier aus 20m getroffen werden, wobei Radünz nicht gut aus sah.  In den nächsten Minuten droht das Spiel zu kippen, den schon fünf Minuten später musste Radünz alles geben um nach einer Ecke den Vollyschuss zuhalten. Jetzt wurde es immer enger für den LBC, denn weitere zwei Minuten später hatte Viktoria den Ausgleich auf den Füßen, wenn nicht Panning noch auf der Torlinie gerettet hätte. Der eingewechselte Preisser, der nochmal Schwung brachte, hätte seine Mannschaft erlösen können, aber auch er konnte die Riesenchance vor dem Tor nicht verwerten. Ansonsten zeigte sich zunehmend Auflösungserscheinungen im Lichtenrader Team. Vorallem Jakubowski, in der ersten Habzeit noch ein Aktivposten und zweifacher Torschütze, tauchte in der zweiten Halbzeit komplett ab und auch Kluge konnte das Spiel nicht mehr ordnen. So kam, was kommen musste. Wenn die eine Mannschaft ihre Torchancen nicht nutzen kann, erzielt das andere Team den Treffer. 90. Minute: Flanke in den Strafraum, flacher Schuß ins untere Eck und für den Torwart ohne jede Chance und der Endstand zum 2:2 steht fest. Fazit: Mit einer gewaltigen Portion Unvermögen wurde zum zweiten Mal bereits eine am Boden liegende Mannschaft völlig unnötig wieder zum Leben erweckt: NSF Gropiusstadt und Viktoria 89 - beide waren bereits klinisch tot - wurden trotz der Überlegenheit des LBC mit Punkten beschenkt. Gegen Blau Weiss wartet am Samstag auf Fans und Mannschaft bereits ein Schicksalsspiel.
Quo vadis Lichtenrader BC?