Lichtenrader BC
vs.
 
Lichtenrader BC - Hertha BSC
Datum: 03.11.2012
Sportplatz: Halker Zeile 151
Beginn: 15:00 Uhr


Lichtenrader BC - Hertha BSC 2:2 (1:1)

LBC: Radünz, Marong, Panning, Konrad, Wagner (75. Min. Heidler), Schumann, Kluge, Jakubowski, Grunzke (35. Min. Walter), Silbernagel, Wendl.

Ersatz: Pfundt, Heidler, Walter.

Tore: 0:1 (40.) Wittwer, 1:1 (45.) Wendl, 2:1 (50.) Kluge, 2:2 (70.) Lehmann

Emotionales und packendes Verbandsliga-Spitzenspiel endet 2:2!
Radünz hält Unentschieden fest!!

Ein rassiges, kampfbetontes und packendes Spitzenspiel sahen die Zuschauer zwischen dem Berliner Pokalsieger Lichtenrader BC und dem Berliner Meister Hertha BSC. Es war ein echtes Spitzenspiel, in dem sich beide Mannschaften nichts schenkten. Von Beginn an boten beide Teams offensiven und temporeichen Fußball. Zumeist schnell das Mittelfeld überbrückend waren beide Mannschaften gefährlich. Lichtenrade hatte Spaß am Spiel und musste von der ersten Minute an läuferisch und kämpferisch dagegen halten, um den Gegner zu Fehlern zu zwingen. Hertha spielte die feinere Klinge und besaß die eine oder andere Tormöglichkeit mehr, konnte aber beim Abschluss nicht überzeugen. Zweimal hatte der LBC Glück, als Nickel nach einer Standardsituation einköpfte, Schiedsrichter Lemmler allerdings sofort auf Abseits entschied. Kurz danach scheiterte Nickel am glänzend reagierenden LBC-Keeper Radünz. Im Großen und Ganzen stand die LBC-Abwehr aber gut und Konrad bekam Torjäger Nikel immer besser in den Griff. Das frühzeitige verletzungsbedingte Ausscheiden von Grunzke in der 30. Min. schwächte den LBC in seinen Angriffsbemühungen sehr, da die Sololäufe und weiten Einwürfe, Hertha das ein oder andere Mal in Schwierigkeiten brachte. Ausgerechnet zu einem Zeitpunkt als der LBC kämpferisch ein leichtes Übergewicht hatte, gelang Hertha in der 40. Min. die 0:1-Führung. Einen Augenblick verlor das LBC Mittelfeld die Zuordnung. Nach einem Klassepass aus dem Mittelfeld war Wittwer frei durch, und lupfte äußerst geschickt den Ball über den herausgelaufenen Radünz in den Kasten. Die Spieler des LBC ließen jedoch den Kopf nicht hängen und es entwickelte sich ein sehr lebhaftes Spiel mit Torraumszenen in beiden Hälften. Zwei Minute später flog ein Hertha-Spieler für Mehrfach-Meckern mit gelb-rot vom Platz, was die schon zuvor erregten Hertha Spieler endgültig gegen Schiedsrichter Lemmler aufbrachte. Der LBC ließ sich aber nicht davon beeindrucken und spielte weiterhin druckvoll nach vorne. Hertha wirkte noch verwirrt vom Platzverweis und dies konnten die Gastgeber nach einer Standardsituation ausnutzen. Fast mit dem Pausenpfiff konnte Wendl nach einer Kopfballverlängerung das Durcheinander im ­Hertha Strafraum ausnutzen und aus Nahdistanz zum ­1:1 Ausgleich einschießen. Hertha haderte mit dem Schiedsrichter so sehr, dass zwei weitere Hertha Spieler nach dem Pausenpfiff noch die Gelbe Karte sahen. In der 2.Hälfte ging das Spiel munter weiter und es konnte schon in der 55. Min. die Führung für den LBC gefeiert werden. Nutznießer war diesmal Kluge, der am langen Pfosten lauerte und locker einschob und damit eine erneute Verwirrung im Strafraum der Herthaner ausnutzte. Lichtenrade hat längst Lunte gerochen, dass hier heute vielleicht etwas geht. Man riskiert mehr, eröffnet dadurch aber auch Räume für die Gäste, die den Ball jetzt zielstrebiger in die Spitze spielten, aber den Ball nicht im Tor unterbringen konnte. Das der LBC im Überzahl spielte, machte sich allerdings im Spiel nicht bemerkbar. Es fiel auf, dass beim Rückwärtsgang meistens nicht mehr die letzten Meter gemachte wurden. Dadurch ergaben sich immer wieder riesige Lücken im Lichtenrader Mittelfeld, die Kluge allein nicht zulaufen konnte und die die Herthaner immer wieder zu gefährlichen Kontern nutzten. So hatte Nickel die größte Möglichkeit, als er im Strafraum ein Stellungsfehler der LBC-Defensive kläglich vergab.  In der 70. Min. machte Lehmann es dann besser, als er eine Flanke ungestört zum verdienten 2:2 Ausgleich einköpfte. Fortan kam nur noch die Hertha zum Zuge, da der LBC nur noch sporadisch aus der eigenen Hälfte kam. Jetzt stand LBC Torwart Radünz immer mehr im Mittelpunkt und konnte sich mehrfach Auszeichen, wie in der letzten Sekunde des Spiels, als er einen Freistoß von der Strafraumgrenze auf der Torlinie festhielt und damit dem LBC  in der Schlusssekunde das verdiente Unentschieden rettete.
Fazit:  Es war ein Spitzenspiel, dass seinen Namen verdient hatte. Klasse Mannschaftsleistung des LBC.