Lichtenrader BC vs. SV Blau Weiss


Lichtenrader BC - SV Blau Weiss Berlin

Datum: 31.03.2012
Sportplatz: Halker Zeile 151, 12305 Berlin
Beginn: 14:45 Uhr



 

Lichtenrader BC - SV Blau Weiss Berlin 0:3 (0:2)

 

LBC: Radünz, Marong (75. Balitzki), Panning, Gehm (46. Konrad), Krimpotic, Schumann (46. Grunzke), Kluge, Wagner (70. Reeck), Jakubowski, Silbernagel, Wendl.

 

Ersatz: Grunzke, Walter, Balitzki, Reeck, Konrad.

 

 

 

Tore: 0:1 (35.) Reimelt, 0:2 (40.) Scheibe, 0:3 (55.) Paul

 

 

SV Blau Weiss rächt sich für Pokal-Pleite

Nachdem man sich in der vorigen Woche im Derby gegen Viktoria 89 mit einer Punkteteilung zufrieden geben musste, war die Marschrute für das anstehende Spiel klar: Es musste ein Sieg her um die Tabellenposition zu stabilisieren. Es war eine seltsame Niederlage, die der Lichtenrader BC im Derby gegen den SV Blau Weiss Berlin kassiert hat. Denn eigentlich hat der LBC gut mitgespielt, war streckenweise sogar das bessere Team. Doch zu viele individuelle Fehler führten zu einer Niederlage, die letzten Endes auch zu hoch ausfiel. Dieses Derby ließ alles vermissen, was eigentlich ein Nachbarschaftsduell ausmacht. Ohne Spannung, Kampf und Begeisterung zeigten beide Kontrahenten nur ganz magere Fußballkost. Der Gastgeber hat gleich zu Beginn erste gute Möglichkeiten die leider nicht genutzt wurden. Die beste hatte Wendl als er im liegen den Ball, der schon fast auf der Torlinie lag, nicht über die Linie drücken konnte. Der LBC war weiter am Drücker und spielte sich weitere Torchancen heraus, aber das Tor wollte einfach nicht fallen. Von den Gästen war bis dahin nicht viel zu sehen. So kam es wie es kommen muss, wenn man sie vorne nicht macht, kriegt man sie hinten. Genau in dieser Drangperiode gelang den Blau Weissen der erste Angriff und Führungstreffer, als Kluge und Schumann durch ein Missverständnis kurz vor der Mittelinie den Ball vertändelten. Reimelt war der Nutznießer als er mit dem Ball die aufgerückte LBC Mannschaft überlief und in der 35. Min. zur überraschenden 0:1 Führung ein schoss. Doch der LBC schien keineswegs geschockt, nur eine Minute nach der Führung bot sich den Gastgebern die nächste große Torchance, die Silbernagel nicht nutzen konnte. Kurz danach kamen die Blau-Weissen durch eine Standardsituation von Außen wieder vor das LBC Tor. Da die Lichtenrader Innenverteidigung so wie LBC-Keeper Radünz, gar nicht oder nur unbeherzt nachsetzten, konnte Scheibe die Unsicherheit am schnellsten nutzen und in der 40. Min. aus Nadistanz zur Blau-Weissen 0:2 Führung einschießen. Nachdem der LBC in der 1. Halbzeit unglücklich, jedoch nicht ganz unverdient in Rückstand geraten ist, wollte man in der 2. Halbzeit den Druck gegen engagierte Gäste erhöhen, um das Spiel zu drehen und das Ziel für dieses Spiel erreichen. Jedoch kämpften die Gäste aus Mariendorf weiterhin. In der Pause wechselte der LBC, Grunzke kam für Schuhmann und Konrad für Gehm, am Spiel änderte sich aber wenig. Kurz nach Wiederbeginn konnte Jakubowski nur durch Foulspiel an der Strafraumgrenze daran gehindert werden den Anschlusstreffer zu erzielen, was Blau Weiss Spieler Müller die Rote Karte einbrachte. Lichtenrade drückte jetzt immer mehr auf den Anschlusstreffer und kam mehrfach über die rechte Seite bis zur Grundlinie durch. Die Flanken und Querpässe fanden allerdings keinen Abnehmer oder man traf den Ball nicht richtig. Der letzte Pass kam einfach nicht an. Nach einem Befreiungsschlag der Mariendorfer entwickelte sich ein Angriff, der beinahe zum 0:3 führte und damit endgültig das Spiel entschieden hätte. Blau Weiss Stürmer Paul konnte ein Alleingang nicht nutzen, da Radünz großartig reagierte. In der 55. Min. machte Paul es diesmal besser als er, mit Unterstützung von Panning, völlig frei zum Kopfball kam und diesen souverän im kurzen Eck versenkte. In der Schlussphase hätte den Gastgebern dann aber zumindest der Anschluss gelingen können. Erst vergab Wendl einen Elfmeter und danach traf Jakubowski nach einem Freistoß nur den Pfosten. Schlechter hätte es nicht laufen können. Die Lichtenrader fanden aber auch in Überzahl kein Rezept, blieben im Angriff letztendlich zu harmlos. Ob dieser Dreier für Blau Weiss nun verdient oder nicht ist, beschäftigt bereits beim Lesen dieser Zeilen keinen Mensch mehr. Auf jeden Fall spielten die Mariendorfer cleverer, schlitzohriger, giftiger und machten aus ihrem derzeitigen Potenzial das Maximum.

Fazit: Abhaken! Vergessen! Aus den Fehlern lernen! Mund abwischen und weiter machen! Wir haben jetzt zwei Woche Zeit bis zum Pokal - Halbfinale gegen Al Dersimspor. Angesichts des nächsten Gegners der uns kämpferisch alles abverlangen wird, sollte das Thema Emotion und gemeinsamer Kampfeswillen auch geklärt sein, denn mit dem Landesligisten und seinen Zuschauern, kommt eine ganz schwere Aufgabe auf uns zu. Es gilt über unsere Heimstärke zurück in die Spur zu finden. Also auf geht's!