Lichtenrader BC vs. Spandauer SC Teutonia 99


Lichtenrader BC - SSC Teutonia

Datum: 21.04.2012
Sportplatz: Halker Zeile 151, 12305 Berlin
Beginn: 14:45 Uhr





Lichtenrader BC - SSC Teutonia 1:3 (0:2)

 

LBC: Radünz, Marong (70. Utz), Gehm, Konrad, Piegsa (46. Kluge), Balitzki (60. Panning) , Schumann, Jakubowski (46. Walter), Grunzke, Silbernagel, Pfundt.

 

Ersatz: Utz, Walter, Kluge, Panning.

 

 

 

Tore: 0:1 (2.) Kundmüller, 0:2 (20.) Stenzel, 0:3 (70.) Huster, 1:3 (85.) Grunzke (FE).

 

 

Enttäuschung pur!

Ein ganz schwaches Spiel des Lichtenrader BC gegen den SSC Teutonia. Der Erfolg der Gäste geht in Ordnung. Zwar fehlte mit Wendel und Preißer zwei Offensivkräfte, aber trotzdem hätte mit etwas mehr Einsatz und Laufbereitschaft der Gegner geschlagen werden müssen. Das Team von Uwe Utz trat sowohl personell als auch taktisch verändert an, als im Vergleich zu den letzten Spielen. Panning und Kluge mussten auf der Bank Platz nehmen und im Mittelfeld bildete Balitzki die Doppelsechs an der Seite von Piegsa.

 

Durch die gleichzeitigen Punktverluste der Teams vor ihnen, verpasste der LBC erneut den Abstand nach Oben zu verkürzen. Die Niederlage gegen Teutonia war zugleich das zweite Heimspiel nacheinander, das der LBC nicht gewinnen konnte und so ist es nur logisch, dass man bei der Dichte der Liga nun auf den 6. Tabellenplatz fest hängt und Obacht geben muss das man nicht weiter in der Tabelle abrutscht. Teutonia erwies sich von Beginn an als robuster Gegner und machte in der Anfangsphase zunächst den etwas entschlosseneren Eindruck. So kam es wie es kommen musste, dass der Gast aus Spandau mit 0:1 in Führung ging als der LBC gedanklich wohl noch in der Kabine war. Bereits nach 120 Sekunden lagen die Lichtenrader im Hintertreffen. In der 2. Min. landete eine lang geschlagene Flanke im Strafraum bei Kundmüller der frei vor dem Tor mit seinem Gewaltschuss Torhüter Radünz keine Chance ließ. Die Gastgeber verdauten den Schock nur schwerlich und kamen erst nach einer viertel Stunde gefährlich vor das Spandauer Tor. Die Torabschlüsse trafen aber nicht ins Ziel. Viele Ungenauigkeiten, Fehlpässe und Stockfehler prägten das Spiel des LBC. Die Gäste die nach ihrer Führung sehr tief standen, ließen in der Folgezeit nicht viel zu, und stellten ihre Gefährlichkeit im Angriff mehrfach unter Beweis. Lichtenrade kam gegen die spritzigen und laufstarken Teutonen bis Mitte der zweiten Hälfte nicht zu recht. Besonders die beiden "Sechser" Piegsa und Balitzki waren physisch überfordert, wenn sich der Spandauer Stenzel (der "achter") des Öfteren immer wieder mit in den Angriff einschaltete. Auch der sonst so sichere Marong, brachte ein über das andere Mal mit unsauberen Bällen seine Mitspieler in Schwierigkeiten. Nach einem individuellen Fehler im Zusammenspiel des LBC konnten die Gästen ihre Führung ausbauen. Stenzel konnte seine Freiheit ausnutzen und ein fast identisches Tor wie das Erste in der 20. Min. zum 0:2 erzielen. Der Gastgeber ließ nach diesem Rückstand jegliches Aufbäumen vermissen.

In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild. Die Leistung des LBC wirkte ideen- und harmlos. Mit Kluge kam ein wenig Schwung ins Spiel, insgesamt fehlte es aber an Durchschlagskraft im Offensivspiel und vor dem gegnerischen Tor zeigten sich die Mannen von Trainer Utz zu zaghaft. Besser machte es die Gegenseite. In der 70. Minuten konnte ein perfekt herausgespielter Angriff sicher zur 0:3 Führung durch Huster abgeschlossen werden. Ein Hauch von Gefahr kam erst auf als Spielertrainer Utz im Spiel war und immer wieder für Unruhe im Spandauer - Strafraum sorgte. Mit ihm kam neue Zugkraft in die Offensivbemühungen der Lichtenrader. Chancen blieben dennoch Mangelware. Da vor allem die Mittelfeldreihe nicht die entsprechenden Akzente setzen konnte. In der 84. Min wurde es etwas hektisch, Utz wurde nach einer Ecke im Strafraum geklammert, Schiri Lemmler entschied auf Elfmeter und das brachte die Spandauer auf die Palme. Das 1:3 durch Grunzke in der 85. Min. kam zu spät, um noch dem Spiel eine Wende zu geben, dafür hätte der Anschlusstreffer früher fallen müssen.

Fazit: Alles in allem ein erneuter Rückschlag für den LBC, der eine weitere Chance oben anzugreifen verspielt hat. Aber auch die Führungsspieler der Mannschaft konnten das Spiel nicht an sich reißen um das Ergebnis zu korrigieren.

Dann wäre da noch ein weiteres Problem. Der offenbar miserable konditionelle Zustand der Mannschaft. Und das ist für den LBC natürlich tödlich, wo doch Tugenden wie Kampf, Einsatz und Laufen bis zum Umfallen unabdingbar sind. Natürlich ist es auch zermürbend, wenn man immer hinter seinen eigenen Fehlern herläuft. Hinzu kommt noch, dass die Anweisungen des Trainers nicht umgesetzt werden, weil jeder meint, es besser zu wissen. Dabei sollte sich jeder einmal hinterfragen, ob er wirklich alles gegeben hat.


Es ging auch mal anders ! Ließ hier.